Erfahrungsberichte Rezepte

Der Bosch Cookit im großen Test für die Familie

26. Januar 2021 (Zuletzt aktualisiert: 27. Januar 2021)

Im Familien-Alltag ist die Zeit oft knapp, der Hunger groß und der Platz in der Küche begrenzt: aus diesen Gründen habe ich mir im Sommer 2020 einen Bosch Cookit für unsere Familie gekauft und seitdem dem ein oder anderen Test unterzogen. Meine Erfahrungen, Kaufkriterien und Nachteile möchte ich euch heute mitteilen.

Dieser Artikel ist ein Erfahrungsbericht und spiegelt meine persönliche Meinung wider. Eine mögliche Werbung ist unbeabsichtigt. Nähere Informationen findet ihr am Ende des Artikels.

Inhaltsverzeichnis


Wie ich fast zu einem Thermomix kam und was dann doch meine Kaufkriterien für eine Bosch Cookit waren

Bosch Cookit für die Familie im Test: Erfahrungsbericht

Seit Jahren war eine Bosch Küchenmaschine (MUM 5) mein treuer Begleiter. Mit der Häufigkeit der Essenszubereitung mit Kindern sowie meiner persönlichen Koch- und Backleidenschaft habe ich mich aber schon länger nach einer umfangreicheren Küchenmaschine umgesehen. Der Thermomix TM6 fiel dabei in die engere Wahl und wurde auch schon fast bestellt. Im letzten Moment habe ich bei einer Internetrecherche dann aber von der geplanten Bosch Cookit gelesen und war gleich begeistert.

Eine Küchenmaschine mit mehr Fassungsvermögen für eine 4-köpfige Familie? Die auch bis auf 200° Grad heizen kann, direkt im Topf raspeln kann und optisch genauso ansprechend ist? Check! Die Cookit hat mich sofort neugierig gemacht und ich habe sie nach einigen Recherchen auch bestellt.

Ein kleines Risiko bestand, da die Cookit ja noch nicht lange auf dem Markt war. Ich habe es dennoch gewagt und nicht bereut.


Der Bosch Cookit für die Familie im Test

Vorteile

  • Großer Topf
    Das Fassungsvermögen des Bosch Cookit ist mit seinen 3l Volumen beachtlich und reicht für größere Portionen. So kann man für 8 Personen Chilli con Carne oder Milchreis kochen, 3-4 Fleischstücke anbraten oder Pizzateig für 6 Personen herstellen. Dadurch ist der Topf aber auch etwas unhandlich beim Saubermachen, siehe Nachteile.
  • Zubehör
    Der Cookit wird standardmäßig mit einem Universalmesser, 3D-Rührer, Dampfgaraufsatz mit 2 Ebenen, Zerkleinerungswerkzeug und einem Dampfgareinsatz geliefert.

    Dadurch kann man nicht nur One-Pot-Gerichte leicht zubereiten. Man kann auch verschiedene Werkzeuge nacheinander nutzen, wie z.B. erst eine Karotte raspeln, dann mit anderen Zutaten mithilfe des Universalmessers vermengen. Aufpassen sollte man hier nur bei größeren Mengen, da man sonst ein neues Werkzeug kaum einsetzen kann. Wem das zu kompliziert ist, der kann sich übrigens einen zweiten Topf kaufen.
  • Flexibilität
    Das Guided Cooking führt komplett durch die Zubereitung eines Gerichts. Hierfür stehen momentan einige hundert Gerichte zur Verfügung, die man z.B. auch in der App vorher ansehen kann.
  • Eingebaute Waage
    Die eingebaute Waage zeigt mit ihren 1 Gramm-Schritten erstens sehr genau die Menge an und unterteilt zweitens auch noch in Gramm, Milliliter Wasser und Öl. So stimmt das Ergebnis – nach einmaligem Einstellen der Meereshöhe des Wohnorts – exakt.
  • Optik
    Ich finde den Cookit sehr schön anzuschauen. Da er nicht abgebaut wird und immer in der Küche steht, war mir dieser Punkt auch wichtig. Das TFT-Farbdisplay ist super, wobei natürlich auch mal der ein oder andere (Fett-)Spritzer hinkommt; lässt sich aber schnell reinigen.
Dampfgaraufsatz für den Bosch Cookit

Nachteile

  • Gewicht und Größe des Topfes:
    Ja, der große Topf ist auch ziemlich schwer. Ich empfehle einen festen Platz zu suchen, um ihn nicht immer hin- und herräumen zu müssen. In mein relativ kleines Spülbecken passt der Topf rein, aber wenn ich das Wasser nach der Reinigung ausschütte, kippe ich oft was daneben. Da kommen wir auch gleich zum Punkt
  • Reinigung
    Die Reinigung ist nicht kompliziert, aber man muss den dreiteiligen Deckel und ab und an den Topf immer auseinander bauen, um an alle verbauten Teile zu kommen.
  • Unpraktisch für kleine Portionen:
    z.B. Aufschlagen von 1 Ei, Smoothie durch den breiten Topf, da punktet sicher der Thermomix

    Und da kommen wir schon zum für mich entscheidenden Kritikpunkt, den ich aber fast schon vermutet habe. Die
  • Technologie:
    Der Smart Sensor ist empfindlich. So war er einmal bei mir noch leicht feucht , dadurch hat das Werkzeug nicht mehr funktioniert. Die Waage hängt in seltenen Fällen auch mal – gut, wenn man zwischendurch mal selbst auf die Waage schaut.

    Außerdem werden zwar regelmäßig neue Rezepte für die Datenbank in der App geliefert. Allerdings ist es gar nicht so einfach, diese zu synchronisieren. Mit einem einfachen „Rezept herunterladen“ und „Mit dem Cookit synchronisieren“ ist es oft nicht getan. Nach vielen Versuchen und Rat aus Foren habe ich nun eine Lösung gefunden, die aber auch nicht einfach ist. Nämlich, alles zurücksetzen, den Cookit während des Übertragens anschalten, dann erst das Rezept laden und schließlich warten, bis das Rezept gesendet wird. Auch dann ist es aber schon zweimal passiert, dass ich das Rezept dann manuell im Cookit gesucht habe. Und da klickt man sich schon mal länger durch.

Alles in allem macht mich selbst der letzte Kritikpunkt nicht weniger zufrieden mit der Küchenmaschine, da die positiven Argumente einfach überwiegen. Die Küchenmaschine ist meines Erachtens fast schon aus ihren Kinderschuhen rausgewachsen und hat auf jeden Fall Potenzial. Verbesserungsvorschläge und Kritik nimmt Bosch entgegen, ich habe so auch schon einen kleineren bzw. konischen Zusatztopf angeregt, der mir persönlich für Smoothies helfen würde.


Für welche Familien-Gerichte und Rezepte nutze ich den Cookit?

Bekanntermaßen liebe ich meine Küche und experimentiere auch gerne mal. Der Cookit ist bei mir durchschnittlich 1-2x pro Tag im Einsatz. Erfahrungsberichte, die besagen, dass die Küchenmaschine nicht oft in Nutzung ist, kann ich persönlich gar nicht nachvollziehen. Aber seht selbst, für welche Gerichte für die Familie ich den Cookit nutze und bereits im Test hatte.

1. Teige

Für Kuchen, Brot und Pizza
Kneten, das kann er 🙂 Erwartet man auch irgendwie, denn alle guten Küchenmaschinen sollten hier keine Probleme bereiten. Wenn man viel Teig auf einmal zubereitet und der Teig gegen Ende des Knetens sehr fest wird, sind die Saugknöpfe ganz schön gefragt. Da ruckelt auch mein Cookit ein wenig, allerdings hüpft er nicht über die Arbeitsfläche, sondern bewegt sich nur minimal. Abhilfe kann hier übrigens ein für den Cookit gedachter Gleiter schaffen, den man separat bestellen kann und der auch schon auf meiner Wunschliste steht.

Das Beste für mich: alles in einem Schritt. Zum Beispiel Brotteig wird erst verknetet, dann ruht er einige Minuten bei 37° Grad. Bevor man ihn noch in der Form ruhen lässt, wird nochmal durchgeknetet. Und alles mit nur einem Knopfdruck.

2. Alles, was das Backen erleichtert

Eier aufschlagen, verrühren großer Mengen
Neben dem Verrühren der Teige, die ich eben schon erwähnt habe, nutze ich den Cookit vor allem auch zum Aufschlagen von Eiern. Mithilfe des Zwillings-Rühres geht das super schnell und man erhält einen himmlischen Eischnee. Auch um z.B. eine Creme zu verrühren, schalte ich die Küchenmaschine an, da mit dem richtigen Werkzeug (ich schwanke dann manchmal zwischen dem 3D-Rührer und dem Universalmesser auf geringer Stufe)

3. Suppen und Saucen

Zutaten anbraten, Suppe kochen und umrühren und pürieren in Einem
Alle diese Eigenschaften verbindet der Cookit und daher gibt es bei uns nun häufiger Suppen. Ich muss mich nicht mehr daneben stellen, um umzurühren, sondern kann in der Zwischenzeit die Wäsche aufhängen oder mit meinen Kindern Uno spielen. Am Ende dann einfach nur noch je nach Gusto pürieren und fertig!

4. Kartoffeln, Brei & Co.

Pellkartoffeln, Süßkartoffeln oder Brei
Für Pellkartoffeln oder Kartoffeln kochen im Allgemeinen gibt es ein Automatikprogramm. Das funktioniert prima, am Ende muss man dann nur noch das Universalmesser einsetzen, die restlichen Zutaten wie Milch und Gewürze hinzugeben und schon kann der perfekte Kartoffelbrei oder -stampf serviert werden.

Daher ist jede Art von so einer Küchenmaschine vor allem für die Zubereitung von Babynahrung sehr sinnvoll. Da punktet der Cookit im Test für die Familie. Ich habe es damals auch ohne geschafft mit einem klassischen Pürierstab: dauert eben länger und muss mehr abgespült werden.

5. Smoothies

Das geht in eine ähnliche Richtung wie das Pürieren von Speisen. Und da ich meine alte Küchenmaschine mit einem Standmixer nicht mehr besitze, gibt es bei uns auch Smoothies aus dem Mixer. Allerdings muss ich gestehen, dass die Form des Topfes wirklich nicht so prima für (kleine Mengen von) Smoothies ist, weswegen ich öfter frisch gepresste Säfte zubereite. Ich hoffe sehr, dass Bosch hier mal nachlegt mit einem schmaleren Topf/Einsatz, damit auch Smoothies perfekt gelingen.


Vergleich von Bosch Cookit und Thermomix TM6

Vorab: Ich besitze keinen Thermomix. Dennoch kann ich hier einen kurzen Vergleich wagen, da ich mich oft mit Freundinnen und in Foren informiert habe. Die genannten Punkte überschneiden sich teilweise mit den vorherigen Vor- und Nachteilen, sind aber nicht so ausführlich. Wenn ihr also genauer nachlesen wollt, springt nochmal zum Punkt Cookit im Test für die Familie.

Bosch CookitThermomix TM6
– kann kein Getreide oder Kaffee mahlen– ist gut für kleinere Portionen geeignet
– punktet mit seinem breiten Topf für Anbraten und z.B. Sous-Vide-Garen– kann nur bis 120° Grad im manuellen Modus erreichen
– die Zutaten können fein püriert werden, müssen sie aber nicht. Man hat immer die Wahl, welche Geschwindigkeit man beim Universalmesser einstellt. – die Zutaten werden durch das Messer oft zerkleinert und breeig. Beim Cookit kann man hier entweder die Stufe verstellen oder den 3D-Rührer nutzen
– hat ein umfangreiches Zubehör wie z.B. den 3D-Rührer, Dampfgaraufsatz und Zerkleinerungsaufsatz– der Thermomix kommt nicht mit so viel Zubehör, einiges kann käuflich erworben werden.
– der manuelle Modus ist super. Nach ein paar Versuchen kann man das gewünschte Werkzeug mit eigener Temperatur und Geschwindigkeit auswählen– es gibt eine große Datenbank für „Guided Cooking“-Rezepten in der Community. Die Zubereitung im manuellen Modus ist aber wohl begrenzt

Hinweis: Ich habe den Bosch Cookit selbst erworben. Dieser Erfahrungsbericht beruht auf meinen eigenen Tests mit dem Produkt und spiegelt meine persönliche Meinung wider. Weder für das Gerät, noch eine Erwähnung hier auf meinem Blog oder den sozialen Medien habe ich einen finanziellen Ausgleich erhalten. Eine mögliche Werbung ist unbeabsichtigt.

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